Unser Familienbett

Am Anfang war das Ehebett, 1,40 breit und es paßte.

Wir wurden schwanger und schafften u.A. ein Kinderbett an, das wir quasi anbauten.

Die Kleine war da und hat hat das Kinderbett auch als Beistellbett nicht benutzt, lag viel zwschen uns, unser Ehebett wurde dann aber langsam zu schmal. Die Kurze wurde langsam mobiler und wir machten uns Sorgen, daß sie aus dem Bett fallen könnte.

Die Lösung: Wir bauen uns ein tiefes Familienbett. Wir einigten uns darauf, zu der 1,40-Matratze noch eine mit 90 cm zu kaufen, insgesamt also 2,30m.

Ich setzte mich mit einem Zettel aufs Sofa und machte mir Gedanken, wie das jetzt anzustellen ist. Vier Holzlatten drumherum und einige als Basis. Ich entschied mich dazu, die quer zu legen und daß es 9 sein sollen. Die Mitte läßt sich auch ohne immer nachzumessen gut treffen : I                 I -> I         I         I -> I    I    I    I    I -> I I I I I I I I I 😀
Ich kam dann darauf, daß das inklusive er senkrechten Teile genau 11 Bretter sein sollten, die 10 cm breit und 2,30m plus zweimal die Dicke der Bretter lang sein müßten. Ich dachte an 19mm starkes MDF, also müßten die langen Teile 2338 mm lang sein. Bei den kürzeren reichten 2 Meter, die Länge der Matratzen.

Nächste Überlegung war: Wie befestige ich die Teile miteinander? Eine Kurze Überlegung machte die Sache klar: Leimen dauert zu lange und kann in Geschmiere ausarten, ich schare das Ganze mit Winkeln zusammen. Ist auch gut, wenn wir mal umziehen, dan kann das schnell wieder auseinander. Dann noch überlegt: Wie viele brauche ich? 4 für den Rand, je 3 um Kopf- und Fußende an die äußern Bodenlatten zu schrauben macht 10 und dann noch je 2 für jede weitere Latte macht 24 Winkel. Jeder Winkel muß mit 4 Schrauben festgemacht werden, also 96 Schrauben, kurz.

DSC03463

Dazu die 13 Holzstücke.

Mit der Liste bin ich dann zum Baumarkt gefahren. Zuerst zum Zuschnitt, die Bretter zusägen lassen. Er hatte leider keine 19er MDF da, es wurde daher 16er Spanplatte. Auch OK, dann müßten die längeren Latten etwas kürzer. Ich rechnete kurz nach: 2300 mm für die Matratzen plus 2*16=32mm für die Längshölzer mach 2332 mm. OK, machen wir. Während er zugesägt hat, habe ich die Winkel und die Schrauben besorgt. Bei den schrauben lhnte es sich, ein Päckchen mit 200 Stück zu kaufen, Größe 16×20, Spax, dazu de 24 Winkel. Zurück zum Zuschnitt, er war fast fertig und lud mir danach die Teile auf den Wagen. Danke für den tollen Service! Teuer war es auch nicht, alles zusammen weniger als 50 €.

Zuhause habe ich mich dann ans Werk gemacht. Erst das alte Bett auseinander und raus aus dem Schlafzimmer. Die Sachen aus dem Zimmer getragen hat meine Frau für mich, ich bin eben körperlich nicht so sehr fit. Sie hat mir auch den Einkauf vom Baumarkt ins Haus und ins Schlafzimmer getragen.

Etwa einen halben Nachmittag habe ich dann bewaffnet mit einem Akkuschrauber gewerkelt. Dabei hatte ich einige Zwangspausen, weil der Akku schon etwas schwächlich ist und das Ladegerät ewig zum Laden braucht. Ich habe das Ding noch bei Praktiker gekauft  und es ist die Eigenmarke gewesen, also alt und billig, da kommt nicht mehr viel 😉

Zuerst die Seitenteile mit Kopf- und Fußende verbunden und dann von außen und dann immer in der Mitte die Latten mit Bodenkontakt drunter. Dabei habe ich immer darauf geachtet, daß es bündig ist. Ganz perfet bekommt man es nicht hin, insbesondere bei den L-Verbindungen an Kopf- und Fußende nicht, aber doch hinreichend. Hilfreich: Den Winkel immer erst am senkrechten Holz anschrauben, dann ist das Ausrichten viel einfacher.

DSC03462DSC03457DSC03456

Dann noch Matratzen rein und fertig war es. Na ja, nicht ganz. Nach einiger Zeit merkten wir, daß wir da schon Lattenroste brauchten. Damit wurden die Matratzen allerdings etwas hoch für die 10-cm-Seiten. Es ging, aber heute würde ich da etwas breitere Bretter für nehmen, ebenso für Kopf- und Fußende.

Die Kleine kann inzwischen auch aus normal hohen Betten raus und in sie rein, das Bett so weit unten erschwerte es mir und auch meiner Frau das Auftehen doch immens. Außerdem nervte die Beucherritze zwischen den Matratzen. Ein neues Bett sollte her, inzwischen ist es schon ausgetauscht. Die Bilder stammen vom Tag des Abbaus im neuen Haus.

Dieser Artikel ist auch etwas Abschied nehmen von dem Bett. Dem Bett, in dem ich die Kleine nach der ersten Nacht ohne die Mama um 11 Uhr morgens geweckt habe. Dem Bett,  mit dem wir umgezogen sind. Dem Bett, das ich entworfen, geplant und gebaut habe.

Tschüß, Familienbett!

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Unser Familienbett

  1. FräuleinFS schreibt:

    Ich beneide alle Familien, die ein Familienbett nutzen können. Bei meinem Sohn war das nie möglich. Er hat schon in der ersten Woche am besten geschlafen, wenn er alleine in seinem Zimmer war. Wie gerne hätte ich ihn mit bei mir im Bett gehabt und Mitarbeiter ihm gekuschelt.
    Na ja, zumindest habe ich auch ein selbstgebautes Bett. Meins ist allerdings so hoch, dass ich nach einer Rücken- OP einfach nur reinrutschen muss. Ich brauche mich überhaupt nicht bücken.

  2. Pingback: Extreme Ikeaing!! Terror!! | Der multiple Papa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s