Schuhe kaufen mit Mii

Moin!

Kinder wachsen und brauchen öfters mal neue Schuhe, das weiß eigentlich jeder, der Kinder hat. Vor Kurzem war es wieder so weit, daß die alten Schue mal wieder austauschreif waren, weil die Kleine da fast rausgewachsen war. Also sind wir los zum Schuhekaufen. Wir legen bei Schuhen für die Kleine sehr viel Wert auf Qualität und gute Beratung, deswegen gehen wir zu einem orthopädischen Schuhmacher mit Ladengeschäft, genauer zu Carls in Reepsholt.

An diesem Tag war sie etwas schlechter gelaunt und ließ sich zunächst nicht dazu bringen Schuhe anzuprobieren. Was sie wollte, war ziemlich bald klar: Sie wollte „Mii“, also gestillt werden. Die Mama wollte in dem Moment nicht. Wir haben dann versucht, sie mit einer Modellkuh abzulenken. Dort steht eine schwarzbunte Kuh, etwa einen halben Meter lang und vielleicht 40 cm hoch. Der Kleinen fiel auf: Das ist eine Mama-Kuh, die hat Mii, also hat sie die Kuh auf die Seite gelegt und am Euter genuckelt. Sowas von niedlich… ❤

Nachdem meine Frau die Kleine dann noch einmal tatsächlich gestillt hat und wir eine sehr geduldige Verkäuferin bekamen, haben wir dann letztendlich doch Schuhe in Größe 26 gekauft, ein Pärchen „normale“ Halbschuhe und ein Pärchen Gummistiefel. Und wenn die Kleine da rauswächst, gehen wir selbstverfreilich wieder dort hin.

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Auf dem StiLLLkongreß 2016

Ich hatte es im letzten Artikel schon angedeutet: Wir waren in der Rhön. Genauer zum Stillkongreß der La Leche Liga 2016 mit großer Jubiläumsfeier. Letztes Jahr war das Jahrestreffen in Pracht im Westerwald und dieses Jahr in Oberbernhands in der Rhön. Am Donnerstag holte ich den Wagen aus der Werkstatt und wir luden ihn voll. Na ja, halbwegs. Rollstuhl rein, Taschen rein und noch Platz lassen für den Rollator.

An dem Freitag kamen wir sehr zeitig los und eigentlich besser durch als ich befürchtet hatte. Nur das Umfahren der Kasseler Berge hatte ich mir doch etwas anders vorgestellt.  Die Kasseler Berge wollte ich aus zwei Gründen umfahren. Erstens wollte ich dem Auto die steilen Bergaufstücke an der A7 ersparen, es ist immerhin ein ausgewachsenes Mittelklasseauto mit recht kleinem Motor und ich auch schon mein früherer Kompaktwagen – etwa 400 kg leichter und 20 PS stärker – hatte da Schwierigkeiten hoch. Zweitens bin ich vor Jahren sehr oft in Bad Hersfeld gewesen und über die B27 am Göttingen spart man sich nicht nur die steilen Bergaufstücke, ich war über die B27 auch noch eine Ecke schneller und hab viel weniger Sprit verfahren als über die A7.
Auf der B27 war dieses Mal nur relativ viel los und ein Teilabschnitt war nur noch einspurig mit Ampel wegen einer Baustelle. Also standen wir dort im Stau. Nun ja, die Baustelle würde am Sonntag auch noch da sein, also Rückfahrt dann doch über die A7. Bis auf die steigen Straßen in der Röhn war die Fahrt aber sonst unspektakulär. Die Kleine hat das auch besser  mitgemacht als letztes Jahr. Ja, Mama mußte zeitweise mit nach hinten, aber im Großen und Ganzen war es OK. Natürlich schlief die Kleine unterwegs auch ein – eine Viertelstunde bevor wir ankamen und nachdem sie stundenlang gegen die Müdigkeit angekämpft hatte, klar.

Kurz vor 16 Uhr kamen wir an. Kurze aber herzliche Begrüßung, Schlüsselausgabe mit etwas Durcheinander und wir durften ein Zimmer beziehen und unsere Sachen aus dem Auto dorthin bringen.

An dieser Stelle möchte ich nicht mehr chronologisch, sondern thematisch weitermachen.

Die Leute waren wie schon letztes Jahr top und versprühten eine wirkliche Wohlfühlatmosphere.
Dieses jahr waren es ein paar Leute mehr als letztes Jahr. Ich schätze um die 250 Leute waren da, die meisten natürlich Frauen. Viele hatten Kinder mit, ich schätze um die 50 Kinder im Alter von 6 jahren abwärts bis zum (Fast-)Neugeborenen. Unsere 2 3/4-jährige Tochter paßte da gut rein. Einige Familien hatten die Väter dabei, wir Männer waren mit deutlich unter 20 schon klar in der Unterzahl. Besonders aufgefallen ist mir nur Weniges, darauf gehe ich etwas spezieller ein.
Schon am ersten Abend stellte ich fest, daß meine Tochter nicht das einzge zweijährige Kind ist, das auf Heavy-Metal-Musik abfährt, sogar die Band Sabaton hatte da noch einen zweijährigen Fan.
Ich war nicht einziger Mensch mit Gehbehinderung. Eine Frau hatte ihren Rollstuhl dabei und konnte noch sagen wir so etwas Ähnliches wie gehen. Das Gangbild sah meinem sehr ähnlich, wenn ich mit der MS schlechtere Tage habe. Ich habe es leider verpaßt, da nachzufragen, aber es sah doch sehr neurologisch aus.
Ich bin auch mit dem barfußlaufen nicht allein. Einige Frauen, einige Kinder und auch ein anderer Vater waren barfuß unterwegs. Ich selbst laufe übrigens nicht aus Überzeugung barfuß, sondern weil es aktuell schmerzhaft an den Zehen ist, wenn ich die in Socken quetsche und Schuhe sind ohne Socken sowieso unbequem. Ich hab da schon etwas Angst vor dem Winter.
Auffällig war auch und nicht nur für mich, daß ein Elternpaar einen Kinderwagen dabeihatte. Das war dort wirklich ungewöhnlich. Letztes Jahr hatten keine Eltern so etwas dabei.
Daß die meisten Eltern sehr wertschätzend mit ihren Kindern umgegangen sind, ist mir nicht mehr aufgefallen, seit dem letzten Jahr fällt es mir „nur“ verstärkt auf, wenn Eltern ihre Kinder eben nicht wertschätzed behandeln.

Die Veranstaltungen waren dieses Mal sehr auf ein Jubiläum fokussiert. 40 Jahre La Leche Liga Deutschland, 60 Jahre La Leche Liga überhaupt, das macht zusammen 100 Jahre. Etwas schräg ist es vielleicht, das so zu rechnen, aber es paßt. Ich kann nicht sagen, daß ich es anders gemacht hätte.

Am Freitagabend gab es eine Begrüßung, das kenne ich noch vom letzten Jahr. Dieses Mal war es etwas feierlicher aber keineswegs unangenehmer.
Der Samstag stand viel im Zeichen der Jubiläen. Meine Frau hatte eine Veranstaltung nur für die Mütter, aber sonst bestimmten die Jubiläen den Tag. Es gab schöne Ansprachen dazu, uns wurde erzählt, wie die La Leche Liga überhaupt angefangen hatte und über amerikanische Soldaten und deren Frauen vor 40 Jahren nach Deutschland kam.
Zu der Gründung vor 60 Jahren gabe es ein schönes Theaterstück, wo offensichtlich auch viel Liebe zur Sache drinsteckte.
Dann gab es noch eine Menschenkette aus Stillberaterinnen sortiert nach Beitrittsjahr und es gab eine riesige Torte, von der jeder ein Stück bekam und es blieb trotzdem noch etwas übrig.
Auch wenn ich als Papa mit dem Stillen nicht viel am Hut habe (so dachte ich zumindest mal 😉 ), fand ich das alles doch hochinteressant.

Am Abend saß ich mit meiner Familie nicht mehr im Publikum, sondern eine Treppe höher. Es gab wieder interessante Geschichten zur Entstehung, dann aber mit professioneller Beschallungsanlage, das war deutlich besser zu hören. Sowieso war die Akusik an dem Platz besser. Eine Harfinistin trat gemeinsam mit einer Flötistin auf und es klang auf dem Platz oben deutlich besser als am Nachmittag, wo die beiden auch schon auftraten und ich noch dachte, die Harfe sei verstimmt. Nein, es waren „nur“ die Raummoden. An dem Abend spielte die Dame noch ein Stück solo mit der Harfe und das war wunderschön, ergreifend, ich krieg davon jetzt beim Schreiben noch Pipi in den Augen.
Vor den Musikerinnen trat noch eine Bauchtänzerin auf. Sie machte ihre Sache gut aber trotz des knallpinken Outfits schweiften meine Blicke dabei viel durchs Publikum und zu den anderen Leuten. Bauchtanz ist eben nicht ganz meins.
Zum Ausklang des Abends sollte es ab 21:00 noch eine Art Disco mit Open End geben. Ich wollte da hin, zumindest kurz und wir waren wieder alle da. Und es war so klar, daß meine Kurze die Mama auf die Tanzfläche gezogen hatte. Die Kleine kann sich zur Musik immer besser bewegen. Es hat aber dann doch nicht so sehr lang gedauert, bis wir uns ins Bett begaben. Es war doch etwas anstrengend alles. Aufgefallen ist mir nochmal, daß der Raum akustisch sagen wir suboptimal ist, der Beschaller hat seine Anlage teils auch derbe übersteuert. Ich hatte schon seit Jahren kein Clipping mehr gehört.

Am Sonntag gab es die Arbeitskreise, im Grunde eine geleitete Diskussionsrunde und Erfahrungsaustausch. Thema war die Rolle des Vaters beim Stillen. Wir schweiften allerdings im Laufe der Runde doch etwas vom Thema ab. Es war sehr interessant, auch was andere Väter zu der Thematik so zu berichten hatten. Ich glaube, ich habe etwas zu oft und zu heftig ds Wort an mich gerissen. Eine schlechte Angewohnhet von mir. Mir fällt das zwar auf, aber immer erst hinterher.
Ganz am Ende wurden noch viele Luftballons in den Himmel entlassen, war ein ziemlicher Event, aber da ich schlecht zu Fuß bin, kam ich nicht mit auf das freie Feld.

Wie im letzten Jahr durften bei den Veranstaltungen auch die Kinder anwesend sein, sie haben ja auch nicht allzusehr gestört.

Ich gab noch einen Ausstellungssaal mit einer Auswahl an Babyzubehör und Literatur rund ums Stillen und den bedürfnisorientierten Umgang mit kleinen Kindern. Meine Frau hat dort auch ein paar Dinge gekauft.

Nun komme ich zur Unterkunft. Wir waren in der Jugendherberge Oberbernhards in der Rhön untergebracht. Hier bietet sich der Vergleich mit dem Veranstaltungsort im letzten Jahr an. Da waren wir im Haus Hohegrete in Pracht im Westerwald. Zumindest das Essen war in der Rhön besser, die im Westerwald waren etwas zu ideenlos für gutes vegetarisches Essen. Wir selbst sind zwar keine Vegetarier, allerdings doch nicht gerade wenige Leute bei den Treffen schon. Und es gibt so viel Vegetarisches, was auch lecker ist.
Ansonsten war es in Pracht doch alles um Längen besser.
In Oberbernhards gab es keine Sitzecken, wo man sich eben zusammensetzen konnte oder gemütlich das Kind stillen, in Pracht letztes Jahr sind mir einige Grüppchen aufgefallen, die in den verschiedensten gemütlichen Sitzcken saßen und sich unterhalten haben. Hier ging das dann eben nicht.
Das Zimmer war echt ziemlich untere Kategorie. Wir hatten das eine angeblich barrierefreie Zimmer. Vielleicht stellt man sich dort unter „barrierefrei“ vor, daß es nur eine Stufe gibt, die nicht einmal ein Geländer hat und daß der Speisesaal und die Rezeption zwar nicht vom Zimmer aber immerhin vom Eingang aus ohne Stufen erreichbar ist. Schon mal das war ein klares Beispiel dafür, wie man es nicht macht. Zurück zum Zimmer selbst: Daß die Einrichtung alt war, war nicht das Problem. Die Einrichtung in Pracht war auch alt, aber sauber und gepflegt. Zwei Attribute, die auf die Einrichtung in Oberbernhards nun gar nicht zutreffen. Zuerst das Bad: Die Duschbrause sprühte in alle möglichen Richtungen, in der Dusche waen Haare von irgendwelchen Leuten, die vorher mal da waren, die Kloschüssel hatte einige Risse, das Waschbecken war sichtbar deutlich neuer, wahrscheinlich ist das alte abgefallen oder so. Daß es neuer war, hat aber nicht dabei gestört, es uns dreckig zu überlassen. Und es stank im Bad und dadurch im ganzen Zimmer penetrant nach Pisse. Angesichts der Intensität kann man nicht mehr „Urin“ sagen, das war eindeutig Pisse. Muß man jetzt lobend hervorheben, daß es nicht so stank wie auf einem Bahnhofsklo? Viel mehr Positives läßt sich über das Bad nämlich beim besten Willen nicht sagen.
Viel besser war es im Schlafraum auch nicht. Das Doppelbett, wo angeblich ein Elternpaar mit Kind zwischen sich drin schlafen konnte, war ein Etagenbett mit 80 cm Breite, das sich auch schon langsam auflöste. Wir hatten zwar die beiden Matratzen auf den Boden und uns dann darauf gelegt. Das hat die Treppe zum oberen Bett aber nicht daran gehindert, sich zu lösen. In der ersten Nacht schon hat sie geklappert, wir sind davon wach geworden und haben sie erst einmal abgebaut, bevor sie in der Nacht einem von uns aufs Gesicht fällt.
Dazu kam noch sehr unfreundliches Personal, besonders zu Kindern waren die Leute alles Andere als freundlich.
Wir hatten schon vor Ort beschlossen: Die sehen uns nicht wieder. OK, so freundlich hatten wir es nicht formuliert.

Leider verdichteten sich ab dem Sonntag Befürchtungen und inzwischen haben wir traurge Gewißheit: Genau da soll auch nächstes Jahr der Kongreß stattfinden.

Edith hat mir geflüstert, daß es der Unfähigkeit der Betreiber dort zu verdanken ist, daß für 2017 doch eine andere Lokaität ausgeguckt werden mußte. Wie es aussieht, geht es jetzt ins Ruhrgebiet und wie es aussieht, bin ich dann doch dabei.

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Er ist wieder da!

Hallöchen!

Zuerst muß ich mal wieder etwas ausholen. Unser Familienauto ist seit 3 1/2 Jahren ein Renault Laguna namens Ralf. Den hatteich schon während der Schwangerschaft angeschafft, dort ist der Kindersitz fest eingebaut und wenn die Kleine im Auto mitfährt, dann normalerweise in diesem. Das andere Auto ist Mamaauto, weil ihre Mama meist damit fährt und dieses ist eben ihres. Nur während der Umzugsphase mußte sie einige Tage im Mamaauto mitfahren, weil Mamaauto eine Hängerkupplung hat und wir viel mit einem Hänger transportiert hatten.

Nun war das Familienauto oder früher auch Papaauto genannt insgesamt neun Tage am Stück in der Werkstatt und der Kindersitz wurde in den Leihwagen gebaut. Die Kleine nannte den leihwagen „grüne Auto“, es ist ein Mazda 626 in eben grün. Für die, die es genau wissen wollen ein GF Vorfacelift mit 90 PS, damit sind wir geschätzte 200 km insgesamt gefahren. Die Kleine hat aber immer wieder nach „ihrem“ Auto gefragt.

Letzte Woche Dienstag (ja, ich hänge hier immer einige Tage zurück ;)) war das Auto ene Woche in der Werkstatt, weil es wohl Probleme bei der Teilebeschaffung gab und sich einige weitere kleine Defekte dazugesellten. Eigentlich sollte die Kiste trotzdem fertig sein. Da bin  ich in die Werkstatt gefahren und den Leuten klargemacht, daß wir am Donnerstagnachmittag das Auto bräuchten, weil wir am Freitag in der Früh in die Rhön fahren wollten und am Donnerstagabend das Auto beladen wollten. Vorher war es ja kein großes Problem, bis dahin brauchte ich den Wagen nicht. Aber dann eben.

Am Donnerstagnachmittag gegen 3 wollte ich mich gerade wieder selbst auf den Weg machen, da riefen die Jungs von der Werkstatt an, das Auto ist fertig. Sehr schön. Ich fuhr hin, Autos tauschen und als ich wieder zurückkam, kam die Kleine zur Fahrertür, als ich das Auto abgestellt hatte und strahlte vor Freude, da ihr Auto wieder heile ist. Sie erwähnt seitdem jeden Tag mehrfach, daß ihr Auto wieder da und wieder heile ist.

Ich glaube, sie liebt ihr Auto bzw. unseren Ralf und wird sehr traurig sein, wenn er mal irgendwann nicht mehr ist.

Ich glaube, sie wird auch das Mamaauto vermissen, das uns nächsten Monat verlassen wird.

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Deine Frau

Hallöchen!

Schon bei der Katze damals haben wir den Fehler gemacht, diese wenn sie etwas tat, was uns paßte, sie dann die jeweils eigene Katze warund wenn sie sich blöd anstellte oder Mist baute war sie die Katze des jeweils anderen. „Meine liebe, süße Katze“ oder „dein Katzenvieh“.

Dieses haben wir uns leider auch bei unserer Tochter nicht völlig abgewöhnt. Dies rächte sich aber letzte Woche. Ich am grad von der Krankengymnastik nach Hause, meine Frau war am Rasenmähen. Da stand im Flur die Kleine vor mir, guckte mich an und sagte

„Mama macht Krach! Deine Frau!“

Ja nee. Vor einigen Wochen hatten wir uns noch „gestritten“, wessen Frau die Mama nun ist, sowohl die Kurze als auch ich sagten „Meine Frau!“, wobei ich manchmal noch ausführte „Deine Mama, meine Frau“. , was die Kleine aber offenbar inzwischen auch klar verstanden hat. Gestern sprach sie mich an, zeigte auf das Wohnzimmer, wo meine Frau gerade war und sprach: „Meine Mama, deine Frau!“

Sie hat es also erstanden, daß die selbe Person, in dem Fall also meine Frau und ihre Mama für verschiedene Leute etws Verschiedenes sein kann.
Das erinnert mich an eine Episode aus der Sesamstraße, als Grobi als Kellner zunächst die Gäste der geburtstagsfeier der Großmutter empfing, die für den einen Gast die Patentante war, für den nächsten die Mutter, die Schwester und so weiter und er für jede eine einzelne Torte bei seinem Koch Charlie bestellte.

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I won’t forget these days!

… oder das unweihnachtlichste aber schönste Weihnachten. Eigentlich wollte ich davon schon längst erzählt haben, bin aber nie dazu gekommen.

Es war im Dezember 2013, eigentlich sollte die Kurze am 17. oder 18. oder 19 Dezember zur Welt kommen, man war sich da nicht ganz einig. Der 19.12. verging, ebenso der 20., 21. und 22. 12. Es wurde schon spekuliert, ob die Geburt eingeleitet werden soll und wenn ja wann. Auf jeden Fall nach Weihnachten und wohl auch nicht mehr das Jahr.

Die Überlegungen hatten am 23. ihr definitives Ende. Am frühen Morgen ging es mit den Wehen los. Genauer ins Detail gehen möchte ich jetzt nicht. Ich rief im Krankenhaus an, um zu fragen, ob das jetzt wirklich Wehen sind. Aussage: Ja, kommen sie mal her! Also Sachen gepackt und los.

An dem Tag war alles so zeitlos, ich kann nicht sagen, wann wir letztendlich da waren und wann wir in einen Raum mit einem Bett kamen, wo meine Frau an ein Gerät angeschlossen wurde, das Wehen aufzeichnen sollte. Ich kann zum zeitlichen Ablauf nur sagen, daß es schon wieder dunkel wurde, als wir in den Kreißsaal kamen. Es war etwas stressig, weil immer wieder rein- und rausgelaufen wurde. Im Kreißsaal nebenan gab es wohl eine ziemlich schwierige Geburt, die Frau drüben hat ja wirklich alles zusammengeschrien. Ansonsten passierte bei uns eine gefühlte Ewigkeit nichts außer daß das Wehenmeßgerät seine Geräusche von sich gab und man sich ansonsten vorkam wie auf dem Bahnhof. Und es war sehr heiß dort, auch meiner Frau. Ich machte die Fenster mehrfach auf, weil immer wieder die eine Hebamme reinkam, die es gut meinte und wir sollten ja bloß nicht frieren. Ja nee, is klar.

Irgendwann war es dann so weit, die Kleine kam. Einzelheiten dazu habe ich kaum noch im Kopf. Ich weiß noch, daß ich nicht ans Fußende wollte. Und daß ich bei der Geburt von oben meiner Frau die Hand haltend trotzdem da unten hingeguckt habe. Als ich das Gesicht von der Kleinen gesehen hab, war dann vorbei. Ich konnte noch sagen „Ich hab ihr Gesicht gesehen!“ und dann hab ich losgeheult.
Als die Kleine dann ganz draußen war, hatte ich mich schon wieder etwas beruhigt. Nein, die Nabelschnur wollte ich nicht durchschneiden, ich wollte eigentlich auch nicht danach gefragt werden. Ich ging aber dann mit, als die Kleine gemessen und gewogen wurde und danach gleich wieder auf der Mama abgelegt wurde. Diese hat mich dann rausgeschickt, um die Oma anzurufen und ihr zu erzählen, daß sie Oma ist. Ich sollte meine  Schwiegereltern auch darum bitten, die Katze zu füttern und den Weihnachtsbaum zu schmücken.

Im Laufe des Abends zogen wir vom Kreißsaal ins Zimmer um und blieben dort bis zur U2, die am 27. stattfand. Wir haben dort wenig geschlafen,wir waren einfach zu geflasht und mußten unser Kind bewundern, das seinerseits wieder recht viel geschlafen hat. OK, mein Körper hat sich seinen Schlaf dann dorch irgendwann geholt, aber für meine Verhältnisse war es  docch sehr wenig.
Beim Stillen gab es einige Probleme, da haben  auch viele Hebammen und Schwestern herumgestümpert. Dort wurde ein kleines Grundsteinchen dafür gelegt, daß meine Frau sch heute zur Stillberaterin ausbilden läßt. Der große Grundstein wurde durch die inkompetente Nachsorgehebamme gelegt, aber das ist ein anderes Thema. Ich hab da selbst nicht viel von mitbekommen, außer eben daß es Probleme gab.

Am 24. gegen Mittag bin ich kurz nach Hause gefahren, um Wechselklmotten und (meine) Getränke zu holen und mich etwas um die Katze zu kümmern.
Dies hier war übrigens nicht das Werk der Katze, aber so fand ich unseren Weihnachtsbaum vor:
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Da konnte wohl jemand nicht mit dem Ständer umgehen… Nun ja, ich hab mich wegen der Scherben und wegen meiner unqualifizierten Finger nicht richtig rangetraut, das Chaos irgendwie zu beheben. Ich gebe zu, daß ich heute nicht mehr genau weiß, ob ich den Baum so nur an dem Tag liegenlassen habe, ob der noch so lag, als wir alle zusammen heimkamen oder ob meine Schwiegereltern wieder aufgeräumt hatten. Auf jeden Fall gehört aber ein umgestürzter Weihnachtsbaum zu den Geschichten um die Geburt meiner Tochter.
ich weiß auch noch, daß die Katze ziemlich wenig begeistert war, daß sie die Tage so viel allein zu Hause war. Nach einer knappen Stunde war ich dann auf dem Rückweg in die Klinik. Naürlich nicht ohne vorher ein Bild vom umgestürzten Baum gemacht zu haben.

Zu Hause war ich auch am 1. und 2. Wehnachtstag noch, beide Male blieben Frau und Kind wie auch am Heiligabend im Klinikzimmer. Ich glaube meine Frau und unser Kind waren das komplette Weihnachten nur auf der Wöchnerinnenstation.

Auch auf der Station und in unserem Zimmer war es sehr warm, bei uns konnten wir immerhin die Fenster aufmachen, was zwar eigentlich auch noch nicht ganz reichte, aber immerhin besser war als wenn wir sie zugelassen hätten.

Am 1. Weihnachtstag kamen uns meine Schwiegereltern besuchen. Gerade er wußte überhaupt nicht, wie er mit der Kleinen umgehen sollte. Es gibt ein schönes Foto, wo er wie ein aufgeschrecktes Hühnchen guckte, als er sie erstmals im Arm hatte.

Am 2. Weihanchtstag war frühmorgens und als wir es doch endlich mal zum Schlafen geschaft hatten eine Gruppe von Musikanten unter unserem Fenster und gaben Weihnachtslieder zum Besten – wir hätten sie erwürgen können…

Ich weiß nicht mehr genau wann in diesen Tagen es war: Alle paar Tage kommt ein Hobbyfotograf dort vorbei, um die Neugeborenen zu fotografieren. Für die Eltern ist das kostenlos und man hat ein paar schöne Bilder von seinem Baby für später auf einer CD. Eines davon hängt heute stark vergrößert auf Leinwand bei meinen Schwiegereltern, ein weiteres ziert mein Avatar.

Am 27.12. kam eine Kinderärztin aus der Stadt für die U2, wir packten vorher schon zusammen, damit wir danach gleich nach Hause abhauen konnten. Zu Hause hat uns die Katze mit einem Blick begrüßt als hätte sie sagen wollen „Mußte das sein?“ Sie hatte es wirklich nicht so mit Kindern. Das wurde zwar mit der Zeit besser, ist aber auch eine ganz andere Geschichte.

Zurück auf Anfang und zu der Frage, wie ich überhaupt darauf komme. Den Artikel so zu nennen, ihn gerade jetzt zu schreiben und so. Es hängt tatsächlich mit dem Titel „Won’t forget these days“ der hannoveraner Band „Fury in the slaughterhouse“ zusammen. Dieses Lied war das erste Lied, was ich nach der Geburt meiner Kleinen überhaupt irgendwo gehört hatte, ich verbinde kein anderes Lied eben genau deswegen mit diesen Tagen, die ich eben auch nicht vergessen werde und jetzt darauf kam ich, weil genau dieses Lied wieder mal im Radio kam, ich dadurch an diese Tage erinnert wurde und feuchte Augen bekam.

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Extreme Ikeaing!! Terror!!

Leider finde ich die Folge von „Far Out“, die so hieß, nicht wieder. Das gebe ich mir immer, wenn mehrere Sachen bei Ikea gekauft und zu Hause zusammengebaut wurden. Dieses Mal wurde es aber echt extrem. Zwei Betten, 1,40 unnd 1,80 breit, eine Matratze, ein Lattenrost (wir konnten die aus dem alten Familienbett weiternehmen), zwei große Hemnes-Kommoden und ein Kleiderschrank.

Vorher gab es das Familienbett, von dem ich schon erzählte, und unser Kleiderschrank war eigentlich ein Kellerregal, das wir mal irgendwann für 80 € kauften, davor hing dann an einem Seil ein Vorhang.DSC03454
War billig und hatte Platz.Bald soll es im Büro weder aufgebaut werden und dort für Platz sorgen.

Jetzt sollte eine größere Veränderung her. Zum Einen braucht unser Kind bald ein vollwertiges Bett und dann auch ausreichend groß, daß einer von uns Eltern die Kleine dort in den Schlaf begleiten kann. Wir haben beschlossen, daß sie die 1,40er Matratze samt Lattenrost bekomt und wir Eltern ein 1,80 breites, weil wir ja schon eine 90cm-Matratze mit Lattenrost hatten, da brächten wr dann nur eine Garnitur und einen Topper, damit wir keine Besucherritze haben.

Dann braucht es noch einen Kleiderschrank, in den wir (nicht viele) Sachen hängen könnten und dann noch mehr Platz für unsere sonstigen Klamotten. Bettwäsche sollte in Kästen unter den Betten.

Nicht nur das Aussuchen erforderte Planung, sondern auch das Einkaufen. Schon die Betten passen nicht in unsere Autos. Schon unser Familienauto ist zu klein dafür und der andere Wagen ist ein Kombi und erst recht zu klein. Immerhin sind die Pakete teils über 2 Meter lang. Zudem ist es auch reichlich Gewicht, damiit wären die Autos sowieso überladen gewesen. Immerhin hätte es mehr als eine halbe Tonne Zuladung gebraucht, da hätte selbst der Van meiner Schwiegereltern vermutlich nicht gereicht. Unser Kombi hat allerdings eine Hängerkupplung und wir konnten uns einen Pferdeanhänger von unseren ehemaligen Nachbarn ausleihen. Damit ging das dann.

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Die Kleine konnte zwar nicht mit zu Ikea, aber was soll’s. Sie hatte dann Spaß bei Oma und darf nächstes mal wieder mitkommen.

Bei Ikea aßen wir erst etwas, nächstes Mal nehme ich wieder Köttbullar..
Dann disponierten wir noch eimal um, welche Betten es werden sollten und am Ende standen wir mit zwei großen Lasteinkaufswagen bei Ikea an der Kasse und zwei weitere holte meine Frau von der Warenausgabe, nachdem wir die ersten beiden eingeladen hatten. Als wir fertig waren, ab nach Hause. Zwei Sachen sind mir dabei aufgefallen: es hat etwas gebracht, das Schiebedach in Kippstellung offen zu lassen, es wurde nicht annähernd so heiß im Auto wie befürchtet und der Längsdynamiikschritt von leerem Hänger zu beladenem Hänger war größer als der von ohne Hänger zu leerem Hänger. Beim Auffahren auf die A29 war ich am Ende der Beschleunigungsspur trotz Vollgas und 170 PS noch im 2. Gang.

Zu Hause angekommen war es nicht ganz einfach, den beladenen Pferdeanhänger auf die Auffahrt zu rangieren, dann mußte der ganze Kram noch abgeladen werden und ich armer Tor mußte an dem Abend noch eines der Betten zusammenbauen, während meine Frau die Kleine von der Oma abholte. Am Abend stand dann das Bett im Kinderzimmer, meine Frau hat mit der Kleinen dort geschlafen und ich schlief auf dem Sofa.

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Das auf dem Bild ist erstmal nur zusammengeworfen, aber im grude war es an dem Abend bereit.

Am nächsten Tag „durfte“ ich noch den Kleiderschrank aufbauen, das war auch noch eine ziemliche Plackerei. Dabei habe ich auch noch festgestellt, daß wir die falschen Körbe dafür gekauft haben. Wir hätten breitere gebraucht. Die haben uns meine Schwieereltern am nächsten Tag aber noch mitgebracht, einen Tag danach wollten die auch eh zu Ikea.
Die Türen wurden danach eingestellt und danach dann Grffe angebracht. Ich hatte es ohne allerdings cooler gefunden.

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An diesem Tag war ich nach dem Aufbauen des Schrankes schon sehr geschafft, da ging nichts mehr. Allerdings mußte ich noch planen: Erst mußten die Kommoden aufgebaut werden, weil das Bett zu viel Platz wegnahm, den ich zum Aufbauen brauchte.

Am dritten Tag baute ich die erste der beiden Kommoden auf. Währenddessen kamen meine Schwiegereltern vorbei und brachten die Körbe mit. Wir haben alle fünf dann auf der Terrasse gesessen und Tee getrunken und Kuchen gegessen. Danach habe ich noch die Kommode fertiggebaut und dann war ja auch schon wieder Abend. Am vierten Tag mußte meine Frau zur Arbeit, sie war also ab ca. 10 Uhr nicht mehr da und ich hab mich allein um die Kleine gekümmert. An dem Nachmittag wollte die Kleine viel in ihrem Zimmer allein spielen, ihr Zimmer liegt direkt neben dem Schlafzimmer. Da konnte ich dann auch schon die zweite Kommode aufbauen.

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In der Nacht konnte ich dann nicht schlafen, die Kleine hat aber tief und fest geschnurkt, da bin ich dann aufgestanden und habe mich um unsr Bett gekümmert. Um viertel 4 war es fertig und ich war auch fertig. Ich legte mich zu der Kleinen und versuchte zu schlafen. Gelungen ist es erst gegen 5. Aber das Bett war fertig, es fehlten nur noch die Schubladen unter den beiden Betten.

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Im Nachhinein wundere ich mich schon, wie ich das alles geschafft habe, vor allem die eine Nacht und ohne die Kleine zu vernachlässigen.
Bei der zweiten Kommode wollte sie zwischendurch etwas mithelfen, ich habe sie gelassen und hinterher gab es Abendessen. In der Nacht hatte ich vielleicht vier Stunden Schlaf, gegen 9 hat die Kleine mich geweckt. Ich habe zwar geschafft, mich um die Kleine zu kümmern, aber ich war schon froh, als meine Frau heimkam und ich kollabieren konnte.

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Los! Weiter!!

Ich habe schon überlegt, wie ich in diese Geschichte einsteige.

Also: Wir wohnen in einem Neubaugebiet, das Haus schräg gegenüber ist bald fertig. Besser gesagt das Haus selbst ist fertiig, es fehlen dort nur noch Innenausbauten (vermute ich mal) und Außenanlagen. Auch die Auffahrt ist noch nicht vorhanden, das ist nur Sand.

Genau das ist der Punkt. Es hatte sich dort ein LKW festgefahren. Zuerst hatte ich nur gehört wie der Fahrer immer wieder den Motor abgewürgt hat, irgendwann gab er dann wohl erstmal auf. Die Kleine war in der Zeit noch bei ihren Großeltern und ich sollte sie nach Hause holen. Die Mama war arbeiten und ich war den Vormittag auch unterwegs.

Bei Oma und Opa wollte die Kleine eigentlich nicht mitkommen, selbst die Aussicht, daß gleich ein LKW abgeschleppt werden sollte, stimmte sie erst nicht um. Nützte aber nix, sie mußte mitkommen.

Auf dem Weg nach Hause bog vor uns ein grüner Trecker in unsere Straße ein. Aha, also kein Abschlepper, sondern ein Trecker. Wir sind dann schnell rein, Schuhe aus und ab ins Schlafzimmer, wo wir das Treiben auf der „Auffahrt“ schräg gegenüber gut beobachten konnten. Da war die Kleine auch schon schwer begeistert. Da war ein roter LKW und ein grüner Trecker und die Männer haben versucht, mit dem Trecker den Laster aus dem Sand zu ziehen. Es blieb allerdings beim Versuch, der LKW bewegte sich etwas, aber der Trecker hatte vier durchdrehende Räder und hoppelte doch recht heftig, wenn die Räder für einen kurzen Moment Grip bekamen.

Für meine Kleine war das ein sensationelles Schauspiel, sie freute sich wie ein kleines Kind sich freuen kann. Zu irem Leidwesen haben die Jungs gegenüber dann aber irgendwann abgebrochen.

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Wie schon angedeutet fand meine Kleine die Zwangspause gar nicht gut. Sie hat die Arbeiter schon vorher angefeuert, doch nun forderte sie lautstark „Los! Weiter!!“ Ich bin sicher, die Leute dort gegenüber konnten das auch hören, unser Fenster war ja auf.

Zur Freude der Kleinen kam dann bald ein zweiter Trecker, deutlich größer und wie auch die Kleine feststellte „mit Hänger!“ Dieser wurde dann an das Seil angebunden, um den Laster rauszuziehen. Das war dann erst auch nicht von Erfolg gekrönt, das Seil ist gerissen. Alsoo nochmal mit mehr Seil. Die Kurze kommentierte das alles freudig

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Letztendlich haben sie es geschafft, die ganze Aktion hat sicher eine Stunde gedauert. Danach sind sie aber alle weggefahren und kaum waren sie weg, kam die Mama in die Straße gefahren. Wir waren noch immer im Schlafzimmer und konnten auch beobachten, wie die Mama rückwärts in unsere Auffahrt setzte. Ich hab dann beschlossen, daß wir dort auf die Mama warten.

Die Kleine hat in der folgenden Zeit allen von der Aktion erzählt, besonders erwähnenswert war wohl das gerissene Seil. Die ganze Geschichte durfte ich dann immer erzählen.

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Unser Familienbett

Am Anfang war das Ehebett, 1,40 breit und es paßte.

Wir wurden schwanger und schafften u.A. ein Kinderbett an, das wir quasi anbauten.

Die Kleine war da und hat hat das Kinderbett auch als Beistellbett nicht benutzt, lag viel zwschen uns, unser Ehebett wurde dann aber langsam zu schmal. Die Kurze wurde langsam mobiler und wir machten uns Sorgen, daß sie aus dem Bett fallen könnte.

Die Lösung: Wir bauen uns ein tiefes Familienbett. Wir einigten uns darauf, zu der 1,40-Matratze noch eine mit 90 cm zu kaufen, insgesamt also 2,30m.

Ich setzte mich mit einem Zettel aufs Sofa und machte mir Gedanken, wie das jetzt anzustellen ist. Vier Holzlatten drumherum und einige als Basis. Ich entschied mich dazu, die quer zu legen und daß es 9 sein sollen. Die Mitte läßt sich auch ohne immer nachzumessen gut treffen : I                 I -> I         I         I -> I    I    I    I    I -> I I I I I I I I I 😀
Ich kam dann darauf, daß das inklusive er senkrechten Teile genau 11 Bretter sein sollten, die 10 cm breit und 2,30m plus zweimal die Dicke der Bretter lang sein müßten. Ich dachte an 19mm starkes MDF, also müßten die langen Teile 2338 mm lang sein. Bei den kürzeren reichten 2 Meter, die Länge der Matratzen.

Nächste Überlegung war: Wie befestige ich die Teile miteinander? Eine Kurze Überlegung machte die Sache klar: Leimen dauert zu lange und kann in Geschmiere ausarten, ich schare das Ganze mit Winkeln zusammen. Ist auch gut, wenn wir mal umziehen, dan kann das schnell wieder auseinander. Dann noch überlegt: Wie viele brauche ich? 4 für den Rand, je 3 um Kopf- und Fußende an die äußern Bodenlatten zu schrauben macht 10 und dann noch je 2 für jede weitere Latte macht 24 Winkel. Jeder Winkel muß mit 4 Schrauben festgemacht werden, also 96 Schrauben, kurz.

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Dazu die 13 Holzstücke.

Mit der Liste bin ich dann zum Baumarkt gefahren. Zuerst zum Zuschnitt, die Bretter zusägen lassen. Er hatte leider keine 19er MDF da, es wurde daher 16er Spanplatte. Auch OK, dann müßten die längeren Latten etwas kürzer. Ich rechnete kurz nach: 2300 mm für die Matratzen plus 2*16=32mm für die Längshölzer mach 2332 mm. OK, machen wir. Während er zugesägt hat, habe ich die Winkel und die Schrauben besorgt. Bei den schrauben lhnte es sich, ein Päckchen mit 200 Stück zu kaufen, Größe 16×20, Spax, dazu de 24 Winkel. Zurück zum Zuschnitt, er war fast fertig und lud mir danach die Teile auf den Wagen. Danke für den tollen Service! Teuer war es auch nicht, alles zusammen weniger als 50 €.

Zuhause habe ich mich dann ans Werk gemacht. Erst das alte Bett auseinander und raus aus dem Schlafzimmer. Die Sachen aus dem Zimmer getragen hat meine Frau für mich, ich bin eben körperlich nicht so sehr fit. Sie hat mir auch den Einkauf vom Baumarkt ins Haus und ins Schlafzimmer getragen.

Etwa einen halben Nachmittag habe ich dann bewaffnet mit einem Akkuschrauber gewerkelt. Dabei hatte ich einige Zwangspausen, weil der Akku schon etwas schwächlich ist und das Ladegerät ewig zum Laden braucht. Ich habe das Ding noch bei Praktiker gekauft  und es ist die Eigenmarke gewesen, also alt und billig, da kommt nicht mehr viel 😉

Zuerst die Seitenteile mit Kopf- und Fußende verbunden und dann von außen und dann immer in der Mitte die Latten mit Bodenkontakt drunter. Dabei habe ich immer darauf geachtet, daß es bündig ist. Ganz perfet bekommt man es nicht hin, insbesondere bei den L-Verbindungen an Kopf- und Fußende nicht, aber doch hinreichend. Hilfreich: Den Winkel immer erst am senkrechten Holz anschrauben, dann ist das Ausrichten viel einfacher.

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Dann noch Matratzen rein und fertig war es. Na ja, nicht ganz. Nach einiger Zeit merkten wir, daß wir da schon Lattenroste brauchten. Damit wurden die Matratzen allerdings etwas hoch für die 10-cm-Seiten. Es ging, aber heute würde ich da etwas breitere Bretter für nehmen, ebenso für Kopf- und Fußende.

Die Kleine kann inzwischen auch aus normal hohen Betten raus und in sie rein, das Bett so weit unten erschwerte es mir und auch meiner Frau das Auftehen doch immens. Außerdem nervte die Beucherritze zwischen den Matratzen. Ein neues Bett sollte her, inzwischen ist es schon ausgetauscht. Die Bilder stammen vom Tag des Abbaus im neuen Haus.

Dieser Artikel ist auch etwas Abschied nehmen von dem Bett. Dem Bett, in dem ich die Kleine nach der ersten Nacht ohne die Mama um 11 Uhr morgens geweckt habe. Dem Bett,  mit dem wir umgezogen sind. Dem Bett, das ich entworfen, geplant und gebaut habe.

Tschüß, Familienbett!

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Ich wollte einen Flachspüler

Moin!

Zunächst werden sich einige Leser fragen, was denn überhaupt ein Flachspüler ist. Es geht um Toiletten. Flachspüler sind die, die eine Art Ablage haben, auf die man sch… äh abführt und das Zeug beim Spülen von dieser hinunter und in die Kanalisation gespült wird. Im Gegensatz dazu steht der Tiefspüler, wo die K… äh der Stuhl direkt ins Wasser fällt.

Wie in der alten Behausung haben wir im neuen Haus von jedem ein Exemplar. Im alten Haus benutzte ich meist den Flachspüler und im neuen Haus auch. Im alten lag das auf den ersten Blick zu 100% und wenn man mit dem Wissen um meine Präferenzen immer noch zu einem erheblichen Teil daran, daß der Tiefspüler oben war, der Flachspüler dagegen unten – und wir wohten und lebten ja auch praktisch komplett unten, während oben hauptsächlich Abstellplatz für unseren Kram war.

Im neuen Haus ist alles ebenerdig. Wir haben zwar einen Dachboden, aber ich war noch nie da oben und werde es vermutlich auch nie sein. Damit sind auch beide Toiletten unten. Ich hätte gern beide als Flachspüler gehabt, Flachspüler sind aber ein ganzes Ende teurer als Tiefspüler und besonders ein behindertengerechter Flachspüler war einfach nicht drin. Allein das hätte den Hauspreis um ein halbes Prozent verteuert. Immerhin bei der anderen Toilette konnte ich mich durchsetzen. Wenn es kein Behindertenklo ist, ist der Aufpreis auch nicht annähernd so hoch. Komisch wird es für Außenstehende jetzt anmuten, daß in diesem Haus ein Schwerbehinderter wohnt, ein Behindertenklo da ist, der Behinderte (alo ich) aber noch nie darauf saß, sondern immer das andere benutzt hat. Auch wenn ich nachts mußte, bin ich am Badezimmer (mit der Behintertentoilette) immer vorbeigegangen und zum Gästeklo (eben Flachspüler) hingelaufen. Auch wenn das doppelt so weit ist und ich eigentlich jeden Meter zu Fuß sparen muß.

Was soll jetzt die ganze Schose und was hat dieses Thema in diesem Blog zu suchen? Davon habe ich im Real Life tatsächlich erst einem Menschen erzählt, aber ich finde, es gehört auch hier her. Es hat nämlich mit meiner Kindheit zu tun, ich habe es reflektiert und wirklic bewußt ist es mir dann erst wieder geworden, als die Toiletten im neuen Haus schon montiert waren. Vorher hatte ich es wohl – wie so vieles – verdrängt.

Was ist also passiert? Nun ja, in dem Haus, in dem ich meine ersten jahre verbracht hatte, hatten wir einen Tiefspüler. Das wurde 1979 (da wurde das damalige Haus gebaut) wohl schon so gemacht. Ich wß auch noch, wir hatten das komplette Badezimmer in einem komischen Grün.
Gehen wir in meine Grundschulzeit, zweite Hälfte der 1980er. Ich hatte damals schon eine etwas träge Verdauung. Es kam durchaus vor, daß ich vier, fünf Tage nicht abgeführt hatte. Nicht selten schickte meine Mutter mich damals auf die Toilette und ich sollte dann abführen und durfte erst wieder raus aus dem Bad, wenn ich abgeführt hatte und dieses meiner Mutter gezeigt hatte. Einige Male fielen meine Exkremente dummerweise so „gut“ runter, daß sie den Schwung um die Kurve mitnehmen konnten, waren dann also nicht mehr sichtbar. Meine Mutter hat mir damals nie geglaubt, daß ich tatsächlich „AA gemacht“ hatte und ich mußte weiter da sitzen bleiben. Es dauerte oft (sicher nicht nur gefühlt) Stunden, bis ich dann wieder raus aus dem Bad durfte.

Daß es das andere System gab, erkannte ich auch damals schon. Meine Großeltern hatten in all ihren Toiletten Flachspüler und ich weiß noch, wie ich mir gewünscht hatte, wir hätten auch so etwas. Daß die Dinger Flachspüler und Tiefspüler heißen, weiß ich erst seit wir letztes Jahr in dem einen Geschäft waren und ich der Verkäuferin erklärt hatte, was ich wollte. Sie rückte dann mit diesen Fachbegriffen raus. Und eben auch damit, daß Flachspüler teurer sind. Das Gästeklo wurde als Flachspüler etwa einen Hunderter teurer, beim Behindertenklo wäre der Flachspüler soweit ich mkich erinnere eher im Bereich um die 600 € teurer geworden. Davon konnte ich meine Frau seinerzeit auch nicht überzeugen. Vor allem war mir damals eben noch nicht bewußt, warum genau ich den Flachspüler wollte. Ich wußte „nur“, daß ich einen wollte und daß ich wenn ich es vermeiden kann nicht auf Tiefspüler gehe.

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Umzugsstreß

Hallihallo!

Ich habe es hier noch nicht erwähnt: Wir werden umziehen oder besser gesagt wir sind schon mittendrin. Die heiße Phase beginnt morgen.

Aber von Anfang an. Nach der Elternzeit meiner Frau ist sie in eine Vollzeitstelle im öffentlichen Dienst gegangen, vorher war es nur Teilzeit. Durch die Vollzeitstelle ist deutlich mehr Geld da als vorher, also suchten wir zunächst ein Haus, das wir mieten können. Bis zu 700 € kalt haben wir angeboten. Eigentlich kann man damit hier in der Gegend schon einige Sprünge machen. Allerdings suchten wir etwas Ebenerdiges (wegen meiner Behinderung) mit genügend Zimmern, da unsere Kleine auch ein Kinderzimmer bekommen soll. In unserer bisherigen Behausung würde es ja super klappen, wenn sie denn ebenerdig wäre.

Aber: Ebenerdig mit mindestens 4 Zimmern ist sehr schwer bis unmöglich zu finden. Anfang 2015 waren wir dicht an einem Bungalow mit 3 allerdings sehr großen Zimmern, das wäre auch gegangen. Die Leute von dem Maklerbüro haben sich allerdings totgestellt, als wir zugesagt hatten.

Objekte zum Mieten hatten wir aber weiterhin in der Sche. Nur wenn da B&W Immobilien aus Bockhorn beteiligt war, blätterten wir aus oben genannter Erfahrung gleich weiter.  Nach einigen erfolglosen Monaten kam die Idee auf, daß wir uns doch mal von einer Finanzexpertin beraten lassen, wie es mit Kaufen aussieht. Entgegen der ursprünglichen Erwartung hat die Finanzexpertin uns echte Hoffnungen gemacht, eine Gebrauchtimmobilie bis etwa 130.000 € sei finanzierbar und so machten wir uns auch auf die Suche nach Häusern zum Kaufen.

Das eigentliche Problem bestand weiterhin: Es gab fast nichts zu kaufen, wo man ebenerdig auf 4 Zimmern leben kann. Entweder waren es wahre Paläste, die in der oberen Eage noch einmal so groß waren oder die Häuser, wo man ebenerdig wohnen konnte, waren auf Senioren zugeschnitten, also mit nur 2 Zimmern. Die meisten Häuser sind allerdings einfach nur scheiße geschnitten, mit Bad oben und solche Scherze. Für uns also ziemlich unbrauchbar. Bei einem Haus in Bockhorn waren wir sehr am Schwanken. Da hätte noch einiges gemacht werden müssen und es war mit 95 m² auch etwas klein, wäre aber gegangen. Als wir uns nach einigem Schwanken doch dazu entschlossen hatten, das Haus zu kaufen, war es schon verkauft.

Wir setzten uns ein weiteres Mal mit der Finanzexpertin zusammen und besprachen die Idee, komplett neu zu bauen. Da die Znsen dafür noch um einiges niedriger sind, hätten wir dafür einen weit größeren Finanzspielraum, gute 200.000 € standen da als Zahl im Raum.

Im Folgenden schauten wir nach Grundstücken, wo wir bauen könnten, wobei wir das mit dem Kaufen (und auch das mit dem Mieten) weiterhin nicht beiseite taten. Wir hatten dann nach einiger Zeit zwei Grundstücke und zwei Baufirmen in der engeren Auswahl. Es wurde dann nicht das Grundstück in Bockhorn-Steinhausen, weil es doch etwas ab vom Schuß war und die Baufirma Garant aus Bad Zwischenahn schied nur aus, weil die andere besser zu uns paßt.

Nach etwas Hin und Her mit den Banken ging es Ende August letztes Jahr los mit dem Bau, wir haben keinen Druck gemacht, weil wir dringend aus der Noch-Behausung raus müßten, weil Miete und Abtrag bei der Bank tatsächlich parallel finanzierbar sind. Im Februar sagte uns der Bauunternehmer, daß wir jetzt unseren alten Mietvertrag kündigen könnten. Meine Frau hat heute ihren letzten Dienst vor dem Urlaub und ab morgen haben wir für 10 Tage einen Anhänger, um die Sachen rüberzutransportieren. Diese Woche hat sie schon mit ihrer Mutter gestrichen.

In die Autos paßt ja nicht so viel. Das eine ist eine Fließhecklimousine, die ich schon mal vorgestellt hatte. Das andere ist ein Kombi, hat also noch deutlich weniger Platz, aber immerhin hat der eine Hängerkupplung.

Das Haus ist also soweit fertig, daß wir einziehen können. Na ja, fast. Die Innentüren, die Silikonfogen und ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Außer den Fugen eigentlich nichts, was uns am Einzug hindert.

Wenn ich mich das nächste Mal hier melde, werden wir wohl schon im neuen Haus wohnen. Und dnn werde ich auch berichten, was die Kleine wieder für Forschritte gemacht hat.

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